Nach Kollision mit Känguru - Vine gewinnt Tour Down Under
Der Australier behauptet seinen Vorsprung trotz des Zwischenfalls 95 Kilometer vor dem Ziel erfolgreich.
Auch eine Kollision mit einem Känguru konnte Jay Vine nicht stoppen, der Radprofi hat zum zweiten Mal nach 2023 die Tour Down Under in seiner australischen Heimat gewonnen. Der Tagessieg ging auf der fünften und letzten Etappe an den Briten Matthew Brennan (Visma-Lease a Bike).
95 Kilometer vor dem Ziel wurde es turbulent, als plötzlich zwei Kängurus die Straße überquerten, beim Zwischenfall kamen mehrere Fahrer zu Fall - auch Vine. Der 30-Jährige vom Team UAE Emirates-XRG ließ sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen und verteidigte seinen Vorsprung von 63 Sekunden auf den Schweizer Mauro Schmid (Team Jayco AlUla) erfolgreich. Dritter wurde Vines Landsmann Harry Sweeny (EF Education-Easypost).
Neben Vine stürzten wegen der Kangaroos auf der Straße auch Menno Huising (Niederlande), Lucas Stevenson (Australien) sowie Alberto Dainese (Italien) und mussten aufgeben. Huising (21) erlitt bei seinem Profidebüt einen Schlüsselbeinbruch, das gab das Visma-Team bekannt.
"Zwei Kängurus sind mit 50 km/h durchs Peloton gestürmt, und ich bin mit einem von ihnen zusammengestoßen", sagte Vine nach hügeligen 169,8 Kilometern: "Zum Glück bin ich wohlauf. Ich freue mich, dass ich das Führungstrikot verteidigen und den Gesamtsieg holen konnte." Man sei zwar "positiv in die Woche gestartet", habe im Laufe der Tour aber "immer mehr Pech" gehabt, ergänzte er. Unter anderem verlor Vine am Samstag Teamkollege und Titelverteidiger Jhonatan Narvaez (Ecuador) durch einen Sturz.
Marco Brenner (Augsburg/Tudor Pro Cycling) war am Sonntag als 19. bester Deutscher und verpasste im Gesamtklassement mit Platz vier nur knapp das Podium. Der 23-Jährige lag in der Endabrechnung zwei Sekunden hinter Sweeny.