Intervallfasten ist laut neuer Studie nicht besser als andere Diätformen
Am Aschermittwoch beginnt für viele die Fastenzeit. Zu den bekanntesten Fastenmethoden gehört das Intervallfasten. Dabei wird nur in einem bestimmten Zeitraum gegessen, den Rest des Tages wird gefastet. Das soll auch dafür sorgen, dass die Pfunde purzeln. Vor allem in den sozialen Medien wird Intervallfasten deswegen oft angepriesen. Doch wie eine Metastudie des Cochrane-Netzwerks jetzt herausfand, bietet Intervallfasten für übergewichtige Menschen keine Vorteile gegenüber anderen Diätformen.
Intervallfasten macht keinen Unterschied
Insgesamt wurden 22 Studien zum Thema Intervallfasten mit 1.995 übergewichtigen oder adipösen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus vier Kontinenten näher untersucht. Verglichen wurden die Effekte des Intervallfastens mit denen anderer Diäten und damit, was passiert, wenn man seine Ernährung überhaupt nicht umstellt.
Die Analyse zeigte, dass Intervallfasten in Bezug auf Gewichtsverlust keinen gängigen Diätkonzepten überlegen ist. Dazu sagte Studienautor Luis Garegnani: "Es sieht so aus, als ob das Intervallfasten für übergewichtige und adipöse Erwachsene einfach nicht funktioniert." Deshalb sei der Hype in den sozialen Medien auch nicht gerechtfertigt.
Auch im Vergleich dazu, keine Ernährungsumstellung durchzuführen, zeigen sich bei übergewichtigen Menschen beim Intervallfasten wenige bis keine Effekte in puncto Gewichtsverlust.
Meta-Studie hat nur eingeschränkt Aussagekraft
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betonen selbst, dass der Erkenntnisgewinn der Metastudie begrenzt ist. So wurden etwa keine Langzeitstudien untersucht, die Intervallfasten über einen Zeitraum, der über zwölf Monate hinausgeht, näher beleuchten. Zudem war die Anzahl der untersuchten Studien verhältnismäßig gering. Daher scheinen weitere Forschungen zum Thema Intervallfasten nötig zu sein.