Snowboardcross: Fischer scheitert im Viertelfinale
Die 26-Jährige muss sich im Foto-Finish geschlagen geben. Der Olympiasieg geht an Josie Baff aus Australien.
Die deutsche Snowboardcrosserin Jana Fischer hat im olympischen Wettbewerb der Frauen nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen können. Beim Olympiasieg der Australierin Josie Baff scheiterte Fischer im Viertelfinale als Dritte ihres Laufes allerdings denkbar knapp, erst im Foto-Finish musste sie sich der Österreicherin Pia Zerkhold geschlagen geben. Silber im Livigno Snow Park holte Eva Adamczykova aus Tschechien, Bronze ging an die Italienerin Michela Moioli.
"Ich wusste, dass meine Starts nicht die besten sind", sagte Fischer nach dem Wettbewerb, "aber ich hatte einen guten Plan, wo ich überholen kann. Der hätte im Viertelfinale auch gut funktioniert, wenn ich vor der letzten Kurve nicht ein bisschen weit geflogen wäre. Da habe ich mir den Speed abgestochen."
Im Platzierungslauf für das Achtelfinale hatte Fischer, die bislang noch ohne Weltcuppodest ist, zuvor Rang zehn belegt. Noch sind die Olympischen Spiele für die 26-Jährige nicht beendet, am Sonntag (13.45 Uhr, ZDF und Eurosport) wird sie gemeinsam mit Leon Ulbricht im Mixed-Wettbewerb antreten. Die Athletin vom SC Löffingen ist die einzige Frau, die das deutsche Snowboardcross-Team bei den Winterspielen in Norditalien vertritt.
In Livigno drohen den deutschen Snowboardern wie bereits 2022 in Peking medaillenlose Winterspiele. Am Donnerstag scheiterten Ulbricht und Martin Nörl im Snowboardcross-Wettbewerb der Männer frühzeitig - im Viertelfinale waren sie miteinander kollidiert und ausgeschieden. Auch Medaillenkandidatin Ramona Hofmeister hatte im Parallel-Riesenslalom am vergangenen Sonntag die Top drei verpasst. Edelmetall für Annika Morgan oder Noah Vicktor in den noch ausstehenden Slopestyle-Wettbewerben wäre eine Überraschung.