Krimi um Gold: Eitberger/Matschina auf Medaillenkurs
Das deutsche Duo liegt nach dem ersten Lauf auf Rang zwei. Die Spitze ist eng zusammen.
Die deutschen Rennrodlerinnen Dajana Eitberger und Magdalena Matschina liegen bei der olympischen Premiere des Frauen-Doppelsitzers auf Medaillenkurs. Das Duo belegt trotz eines kleinen Patzers am Start nach dem ersten Lauf den Silberrang, nur 22 Tausendstelsekunden fehlen auf die in Führung liegenden Italienerinnen Andrea Vötter und Marion Oberhofer.
Und im Kampf um Gold deutet sich im Cortina Sliding Centre ein Krimi an: Die Weltmeisterinnen und Topfavoritinnen Selina Egle und Lara Kipp aus Österreich liegen 91 Tausendstelsekunden hinter Platz eins auf Rang drei. Anders als im Einsitzer gibt es bei den Doppelsitzern nur zwei Läufe.
Eitberger und Matschina wollen im Eiskanal an die Erfolge von Max Langenhan und Julia Taubitz anknüpfen und das bereits dritte Gold für das deutsche Rodel-Team gewinnen. In der Teamstaffel am Donnerstag bekommen Eitberger/Matschina eine weitere Chance auf Edelmetall.
Die 35 Jahre alte Eitberger, Olympiazweite im Einsitzer 2018 in Pyeongchang, war zur Saison 2024/2025 auf den Doppelsitzer gewechselt und bildet mittlerweile mit der 15 Jahre jüngeren Matschina ein Duo. Die gebürtige Thüringerin und Mutter eines fünfjährigen Sohnes wird ihre Karriere nach der Saison beenden.
In Cortina gingen dabei nur elf Duos an den Start - und die Weltmeisterinnen von 2022 und 2023 fehlten: Jessica Degenhardt und Cheyenne Rosenthal hatten die interne Qualifikation im engen Zweikampf mit Eitberger/Matschina verpasst. Jede Nation durfte für die Premiere des Events nur einen Schlitten ins Rennen schicken. "Ich finde es ein bisschen traurig, dass das IOC da nicht mehr Startplätze zur Verfügung stellt", sagte Bundestrainer Patric Leitner über das Fehlen der Weltcup-Dritten: "Das sollte man wirklich mal überdenken, ob das dann noch ein würdiges Rennen ist."