Jocher geknickt: "Viel mehr war nicht drin"
Nach mäßigen Olympia-Resultaten hofft der Abfahrer, in Zukunft endlich der Weltspitze näher zu kommen. Olympia-Neuling Grammel denkt positiv.
Simon Jocher war klar, dass seine Olympischen Spiele nicht gerade optimal verlaufen waren. Rang 21 in der Abfahrt, Rang 17 im Super-G, dazwischen in der Team-Kombi gemeinsam mit Slalom-Fahrer Linus Straßer Rang zehn: "Viel mehr war nicht drin", sagte der 29 Jahre alte Garmischer nach dem Abschluss seiner Rennen. Sie endeten mit der bitteren Erkenntnis, dass er von der Weltspitze weit entfernt ist.
So blieb Jocher, der als einziger Vertreter des kleinen deutschen Abfahrtsteams angereist war, nur die Hoffnung, "dass ich endlich den Schritt mache, ein konstanter Top-Ten-Fahrer werde und auch um die Medaillen mitkämpfen kann. Das wäre das große Ziel." Für "das nächsten Mal", ergänzte er, also für 2030 in Frankreich, wünsche er sich außerdem, "dass wir mit einer breiteren Mannschaft antreten können".
Etwas positiver gestimmt war trotz Rang 29 im Super-G Olympia-Debütant Anton Grammel. "Das war ein gutes Training für den Riesenslalom, den Hang im Renntempo runterzufahren", sagte der 27-Jährige nach seinem "Schnupperkurs" auf der Pista Stelvio in Bormio, "ich kann nun nicht mehr überrascht werden, weil ich alles schon kenne."
In seiner Spezialdisziplin Riesenslalom will Grammel am Samstag (10.00 Uhr/13.30 Uhr, ARD und Eurosport) besser abschneiden. "Bei Olympia zählen die Medaillen, alles andere ist eigentlich egal", sagte er, seiner "Außenseiterrolle" ist er sich indes wohl bewusst: "Ich habe keinen Druck. Ich will das umsetzen, was ich mir vornehme. Dann wird sicherlich auch ein ordentliches Ergebnis dabei rauskommen."