Keine Medaille, dafür Bier: Bö genießt sportlichen Ruhestand
Die norwegische Biathlon-Ikone arbeitet nach ihrem Karriereende als TV-Experte - und genießt die Vorteile des neue Jobs.
Johannes Thingnes Bö genießt dieser Tage seinen sportlichen Ruhestand in vollen Zügen - schließlich bringt der neue Job als TV-Experte ganz besondere Vorteile mit sich. "Ich werde nicht mit einer Medaille ins Bett gehen", sagte die norwegische Biathlon-Ikone im Rahmen der Olympischen Winterspiele in Antholz, "aber bevor ich schlafen gehe, werde ich ein Bier trinken. Man kann nicht beides haben."
Einst sah der Plan Bös vor, die Medaillenrennen in Südtirol auf jeden Fall noch mitzunehmen. Im vergangenen Jahr verkündete der fünfmalige olympische Gold-Gewinner aber dann unter Tränen beim Weltcup in Ruhpolding früher als geplant sein Karriereende - die Energie für ein weiteres Jahr im Biathlon-Zirkus war nicht mehr da.
"Ja", er vermisse den sportlichen Wettbewerb schon, sagte Bö, der in Antholz für den norwegischen Rundfunk NRK die Wettbewerbe analysiert: "Aber ich habe kein schlechtes Gewissen, weil ich die falsche Entscheidung getroffen habe."
Er habe sich "schon seit vielen Jahren auf Mailand und Cortina 2026 gefreut. Es hätten meine letzten Olympischen Spiele sein sollen", sagte der Rekordweltmeister, "aber dann änderten sich die Dinge." Und so sei es "schön, hier auf der anderen Seite zu sein" - inklusive Kaltgetränk am Abend.