DSV-Team stärkt Preuß: "Nicht ihr die Schuld zuweisen"
Deutschlands Sportlerin des Jahres erlebt mal wieder ein Drama. Trainer Kristian Mehringer hofft weiter auf einen positiven Abschluss.
Nach dem neuerlichen Drama am Schießstand hat sich das deutsche Biathlon-Team geschlossen hinter Franziska Preuß gestellt. "Ich möchte jetzt nicht ihr die Schuld zuweisen, dass es mit der Medaille nicht funktioniert hat", sagte Frauen-Bundestrainer Kristian Mehringer nach dem vierten Platz in der Staffel: "Wir können nur als Team gewinnen oder als Team verlieren."
Preuß war als zweite Läuferin des Deutschen Skiverbands (DSV) in das Rennen gegangen, kam als Führende zum Stehendschießen, das ihr bislang immer wieder bei den Olympischen Winterspielen große Probleme bereitet hatte. Und auch in der Staffel versagten der Bayerin die Nerven, mit einer Strafrunde fiel Deutschland weit zurück. Preuß war im Anschluss untröstlich.
"Wir haben leider auf der Strecke auch schon gesehen, dass sie nicht ganz so locker, entspannt ist", sagte Mehringer über Preuß, die "natürlich fertig" sei: "Sie hat ihr Bestes gemacht, hat versucht, dranzubleiben. Keiner hat aufgegeben, auch Franzi nicht." Preuß habe dem DSV-Team "ich weiß nicht wie viele Staffeln gewonnen" oder sei "erfolgreich ins Ziel gelaufen", sagte Sportdirektor Felix Bitterling: "Heute war es halt mal andersherum."
Gerade wegen der vielen Rückschläge in Antholz "ist es uns wichtig, dass sie jetzt den Resetknopf drückt, der Massenstart steht noch an", sagte Mehringer mit Blick auf das abschließende Medaillenrennen am Samstag (14.15 Uhr/ARD und Eurosport): "Aber den vielleicht mal ohne große Erwartungshaltung angehen, eher mehr genießen." Und dann würde er sich freuen, wenn Preuß "das letzte olympische Rennen nochmal gut absolviert".