Buckelpisten-Gold für "Pilotin" Lemley
Die Amerikanerin lässt sich von ihrem Olympia-begeisterten Vater inspirieren - und triumphiert in Livigno.
Wayne Lemley war begeistert. Was diese wilden Ski-Freestyler da bei den Winterspielen 2002 in Salt Lake City auf die Buckelpiste zauberten, sollten seine Kinder auch irgendwann lernen. Und so stellte der Pilot später seine Tochter Elizabeth mit nur neun Monaten erstmals auf Ski. Heute, rund 19 Jahre später, hat auch Elizabeth Lemley den Pilotenschein - und ist Olympiasiegerin auf der Buckelpiste. "Es ist unfassbar", sagte sie.
Die 20-jährige US-Amerikanerin setzte sich im Livigno Snow Park vor ihrer Teamkollegin Jaelin Kauf durch, der Weltmeisterin und Olympia-Zweiten von Peking. Dritte wurde Perrine Laffont aus Frankreich, die Olympiasiegerin von 2018 und sechsmalige Weltmeisterin. Peking-Siegerin Jakara Anthony aus Australien patzte schwer und wurde Achte. "Es ist unglaublich", sagte Lemley, "das Podium mit Jaelin, meinen Teamkolleginnen und meiner Familie zu teilen. Ich liebe sie alle so sehr - es war einfach etwas ganz Besonderes."
Lemleys Sieg ist eine Überraschung, aber keine Sensation. Sie stand 2024 schon bei Jugend-Olympia ganz oben, ehe ein Kreuzbandriss sie ausbremste. Erst im vergangenen Dezember kehrte sie auf die Weltcup-Bühne zurück, jetzt sprang sie ganz nach oben. "Ich habe mein ganzes Leben lang so viel Unterstützung bekommen und im letzten Jahr so hart daran gearbeitet, mein Kreuzband zu rehabilitieren. Es bedeutet mir einfach so viel, das jetzt zu gewinnen, und ich bin so stolz auf mich", sagte sie.