Wie Sie beim Führerschein Kosten sparen können
Wie Sie beim Führerschein Kosten sparen können
Der Pkw-Führerschein ist teuer. Doch es gibt ein paar Punkte, an denen sich drehen lässt.
Zwischen 2500 und 4500 Euro kostet der Pkw-Führerschein je nach Region, Fahrschule und Anzahl der Fahrstunden aktuell. Damit man bei dieser Preisspanne eher unten als oben liegt, lohnen sich ein paar Maßnahmen.
Spannbreite der Führerscheinkosten zeigt: Es kann gespart werden
Der Führerschein boomt. Wie aus Zahlen des TÜV-Verbands hervorgeht, haben alleine 2023 die Technischen Prüfstellen in ganz Deutschland rund 1,97 Millionen theoretische Prüfungen durchgeführt. Das waren 150.000 mehr als noch 2022, was einem Plus von 8 Prozent entspricht. Die Anzahl der praktischen Prüfungen stieg 2023 immerhin leicht, nämlich um 1 Prozent auf 1,77 Millionen.
Der größte Teil der Fahrerlaubnisprüfungen wird dabei jeweils für die Führerscheinklasse B, also den Pkw-Führerschein, fällig. Dieser ist zugleich durch die Inflation längst ein Luxus geworden. Denn immerhin kostet er von der Anmeldung bis zur bestandenen Prüfung im Schnitt bereits deutlich mehr als 3000 Euro. Der ADAC hat berechnet, dass in Deutschland für den Führerschein der Klasse B zwischen 2500 und 4500 Euro fällig werden.
Die Schwankungen sind so groß, weil es je nach Region, Fahrschule, aber auch Anzahl der benötigten Fahrstunden unterschiedlich hohe Kostenfaktoren gibt. Sofern ein Nutzer für den Fuhrpark den Pkw-Führerschein erwerben möchte, sollte er dennoch nicht versäumen, an ein paar Spar-Schrauben zu drehen. Denn gute Planung und das Wissen um ein paar wichtige Preisfaktoren helfen, die Kosten zumindest ein Stück weit zu drücken.
Mit diesen Tipps wird der Führerschein günstiger:
- Vergleichen Sie intensiv Preise
Ein Teil der enormen Preisschwankungen kommt durch die sehr unterschiedlichen Angebote der Fahrschulen. Es gibt nämlich keine Gebührenordnung, jeder Anbieter entscheidet selbst, was er verlangt. Hier lohnt es sich, vorab intensiv zu vergleichen. Achten Sie vor allem darauf, was alles im Preis inbegriffen ist. So variiert etwa die Höhe der Grundgebühr stark oder bei manchen Fahrschulen ist ein zweiter Versuch, falls Sie zunächst bei der Prüfung durchfallen, nicht inbegriffen. Rechnen Sie also genau durch, was preislich auf Sie zukommt, bevor Sie sich für eine Fahrschule entscheiden. Die Fahrschulen sind verpflichtet, ihre Preise öffentlich zugänglich zu machen und auch einzuhalten. Wichtig: Wählen Sie lieber eine etwas teurere Fahrschule mit ausgezeichnetem Ruf als eine, die Dumpingpreise, aber eine weniger gute Ausbildung bietet. Je besser die Fahrschule ist, desto weniger Fahrstunden brauchen Sie meist. - Achten Sie auf die Flotte der Fahrschule
Eine Fahrschule, die sich teure Fahrzeuge leistet, muss das natürlich irgendwie über die Preise wieder reinholen. Das heißt nicht, dass Sie nun nach Anbietern mit alten, klapprigen Fahrzeugen schauen sollen. Aber um fahren zu lernen, brauchen Sie keinen nagelneuen Mercedes. Ein Mittelklassewagen reicht Ihnen da völlig. - Nutzen Sie den Verkehrsübungsplatz
Am meisten Geld lässt sich sparen, wenn man die Anzahl der praktischen Fahrstunden niedrig hält. Gleichzeitig sollte man sich natürlich gut vorbereiten. Das geht aber auch außerhalb der Fahrstunde, indem Sie mit einem geübten Fahrer, der bereits den Führerschein hat, auf spezielle Verkehrsübungsplätze fahren. Dort lassen sich gerade Abbiegen, Einparken und sicheres Schalten gut proben und Routine gewinnen. Ziehen Sie aufs Land
In der Stadt sind die Führerscheinkosten meistens merklich teurer als auf dem Land. Können Sie sich ohnehin einen Umzug vorstellen, sollten Sie das für die Terminplanung für den Führerschein berücksichtigen. Um diesen an einem anderen Ort machen zu können, müssen Sie Ihren Hauptwohnsitz für mindestens 185 Tage im Jahr wechseln.- Schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe
Dieser Spartipp bietet sich dann an, wenn Sie ohnehin zwei Führerscheine erwerben möchten, beispielsweise den für Pkw sowie einen Motorradführerschein. Die jeweils vorgeschriebenen Fahrstunden müssen Sie hier zwar für beide Scheine komplett absolvieren. Doch bei den Theoriestunden sowie der Grundgebühr müssen Sie nicht doppelt zahlen, wenn Sie beide Führerscheine gleichzeitig angehen. - Bereiten Sie sich intensiv auf die Prüfungen vor
Es spart durchaus einiges an Geld, wenn man die Prüfungen im ersten Anlauf schafft. Als Vorbereitung für die theoretische Prüfung gibt es inzwischen diverse gute Apps, mit denen man auch zwischendurch, etwa in der Warteschlange oder bei der morgendlichen U-Bahnfahrt, komfortabel und ohne viel Aufwand Wissen trainieren kann. Besonders lohnt es sich aber finanziell, gleich die erste praktische Prüfung zu bestehen. Fällt man nämlich durch, wird nicht nur die Prüfungsgebühr erneut fällig – Sie werden dann in der Regel zudem weitere teure Fahrstunden nehmen. - Gehen Sie in den Simulator
Viele Fahrschulen haben einen Fahrsimulator, in dem Sie Fahrstunden absolvieren können. Der Preis dafür ist niedriger als der für normale Fahrstunden. Es ist zwar umstritten, ob das auch wirklich gut auf den echten Straßenverkehr vorbereitet, aber der Simulator kann Ihnen durchaus mehr Sicherheit geben und damit reale Übungsstunden reduzieren helfen.
