Was Sie beim Elektroauto selbst austauschen können
Was Sie beim Elektroauto selbst austauschen können
Für Hobbyschrauber sind viele Teile am E-Auto unerreichbar. Wo bietet sich Selbsthilfe also noch an?
E-Autos sind wegen des Hochvoltsystems gefährlich und somit keine Schrauber-Fahrzeuge. Doch ein paar Dinge kann man auch als Laie selbst machen.
Immer Finger weg vom Hochvoltsystem
Die Zeiten, in denen man am eigenen Auto in Eigenregie viel herumschrauben und einiges erledigen konnte, sind generell vorbei. Moderne Fahrzeuge im Fuhrpark sind dafür inzwischen zu komplex gebaut. Wenn das schon für Verbrenner gilt – ist das bei elektrischen Antrieben dann nicht umso mehr der Fall? Oder können Sie hier doch noch an ein paar Stellen selbst Hand anlegen?
Da E-Autos in der Regel als komplexe und kompakte Antriebseinheit konzipiert werden, hat man es als Laie mit selbst ausgeführten Reparaturen oder Wartungen tatsächlich schwer. Viele Teile am Elektromotor sind nicht erreichbar und fest im Inneren verbaut. Hinzu kommt das Hochvoltsystem, bei dem die hohen Spannungen für Lebensgefahr sorgen, wenn man nicht sachgemäß arbeitet. Hier gilt als Laie immer: Finger weg! Sogar beim Checken des Akkus sollten Sie nicht mehr als eine Sichtprüfung wagen. Nicht umsonst darf selbst ein gelernter Automechaniker nur nach eine speziellen Schulung an den Teilen von Elektrofahrzeugen arbeiten.
Eigenregie ist hingegen bei den Teilen möglich, die nicht direkt in die Antriebseinheit integriert sind. Das betrifft etwa Anschlusselemente, den Kabelbaum, der den Motor steuert, oder Antriebswellen. Allerdings sollte man hier schon Ahnung haben und sobald der E-Motor zerlegt werden muss, ist eine gute Werkstatt gefragt.
Was können Sie beim E-Auto machen?
Was Sie gut selbst machen können, sind das Auffüllen von Flüssigkeiten sowie den Reifenwechsel. Ebenso Hand anlegen können Sie bei Dingen wie dem Checken sowie Austausch der 12-Volt-Starterbatterie oder Verschleißteilen wie den Scheibenwischern. Die Wartung der Bremsscheiben ist für Sie ebenso möglich. Allerdings wird der letzte Punkt seltener nötig werden als bei einem Verbrenner, weil beim E-Auto die Bremsen seltener nötig sind – das Tempo wird hier systembedingt oft durch den Elektromotor selbst gedrosselt, der so die Bremsrekuperation ermöglicht.
Beim E-Auto ist also insgesamt wenig eigene Wartung möglich. Das liegt aber auch daran, dass Stromer wenig Wartungsaufwand mit sich bringen. Insofern müssen Punkte, die Sie vom Verbrenner kennen, wie Ölwechsel, Zylinderkopfdichtung, Zündkerzen, Auspuff, weder von Ihnen noch von einer Werkstatt erledigt werden. Diese Dinge gibt es beim E-Auto nämlich einfach nicht.
