So unterscheiden Sie endlich richtig zwischen Schadenfreiheitsklasse und Schadenfreiheitsrabatt
So unterscheiden Sie endlich richtig zwischen Schadenfreiheitsklasse und Schadenfreiheitsrabatt
Sie hängen zusammen – und doch sind Schadenfreiheitsklasse und -rabatt nicht zu verwechseln.
Die Schadenfreiheitsklasse bestimmt, wie hoch Ihr Schadenfreiheitsrabatt ist. Was müssen Sie noch zu diesen beiden Begriffen wissen?
Schadenfreie Jahre wirken sich auf die SF-Klasse aus
Der Beitrag in der Kfz-Versicherung wird von vielen Faktoren beeinflusst. Besonders entscheidend für die Prämie eines jeden Fahrzeugs im Fuhrpark sind jedoch Schadenfreiheitsrabatt und Schadenfreiheitsklasse. Allerdings werfen viele Autofahrer beide Begriffe munter durcheinander. Obwohl sie eng miteinander verknüpft sind, sollte man sie unterscheiden können.
Die Schadenfreiheitsklasse, auch SF-Klasse genannt, ergibt sich aus den Jahren, die Sie als Versicherter schadenfrei gefahren sind. SF-Klassen gibt es nur in der Haftpflicht- und in der Vollkaskoversicherung. In der Teilkasko gibt es keine SF-Klassen. Hier spielt es nämlich keine Rolle, ob Sie selbst Unfälle verursachen, da die Teilkasko nur Risiken wie Brand, Diebstahl oder Wildschäden abdeckt, auf die der Versicherungsnehmer keinen Einfluss hat.
Hat man ein weiteres Kalenderjahr ohne Schaden überstanden, wird man von der Kfz-Versicherung in eine höhere Schadenfreiheitsklasse eingestuft und zahlt damit einen geringeren Versicherungsbeitrag. Die jährliche Schadenfreiheitsklasse steht jeweils in der aktuellen Beitragsrechnung.
Wie wird in die SF-Klassen eingestuft?
Fahranfänger mit weniger als drei Jahren Fahrerfahrung starten in Schadenfreiheitsklasse 0. Wenn Sie erstmals ein Fahrzeug auf sich versichern, aber schon länger als drei Jahre den Führerschein besitzen, starten Sie in SF-Klasse 1/2. Beachten sollte man, dass Sie zwar für jedes unfallfreie Jahr eine Klasse mehr erhalten, aber nach einem Unfall je nach Versicherung gerade in den oberen SF-Klassen meist hart zurückgestuft werden. Dann wird aus SF-Klasse 28 beispielsweise (abhängig vom Versicherer) nur noch SF-Klasse 14. Deshalb kann es sich lohnen, kleinere Schäden lieber aus eigener Tasche zu bezahlen. Die schlechteste Schadenfreiheitsklasse ist übrigens M (für Malus), hier landen beispielsweise Fahrzeuge, die innerhalb eines Jahres mehrere Unfälle haben, oder Fahranfänger bei einer Rückstufung.
Beim Schadenfreiheitsrabatt lohnt sich ein Versicherungsvergleich
Die Einteilung der SF-Klassen ist generell bei allen Kfz-Versicherern gleich. Was sich jedoch unterscheidet, ist, wie hoch der je nach Klasse gewährte Schadenfreiheitsrabatt ist. Jeder Versicherer berechnet etwas anders, wie viel welche SF-Klasse als Schadenfreiheitsrabatt in Prozent ausmacht. Aus genau diesem Grund lohnt es sich, verschiedene Angebote einzuholen. Möglicherweise erhält man in derselben SF-Klasse nämlich bei einem anderen Anbieter mehr Rabatt.
